Das Berliner Psychotraumakolloquium 2026 steht unter dem Leitmotiv „#MentalStark in der Zeitenwende – gemeinsam lernen, vernetzt handeln“. Vor dem Hintergrund veränderter sicherheitspolitischer Rahmenbedingungen widmet sich der Kongress den aktuellen Herausforderungen der psychotraumatologischen Versorgung im Kontext der Landes- und Bündnisverteidigung. Das Ziel ist es, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen – sowohl die Betroffenen als auch die psychosozial Tätigen.
Die Schwerpunkte:
Die konsequente Verzahnung von zivilen und militärischen Versorgungsstrukturen bildet den Kern der Veranstaltung. Das Kolloquium fördert den interprofessionellen Austausch und beleuchtet die entscheidenden Schnittstellen zwischen Bundeswehr, zivilem Gesundheitswesen und internationalen Partnern.
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Hinweis: Änderungen vorbehalten. Stand: 08.09.2026
Das Berliner Psychotraumakollquium findet dieses Jahr in den Räumen der Kaiserin-Friedrich-Stiftung am Robert-Koch-Platz 7 in Berlin-Mitte statt – einem traditionsreichen Ort ärztlicher Fortbildung in unmittelbarer Nähe zur Charité.
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Begrüßung durch die Veranstaltungsleitung, Einführung in das Kongressmotto und Überblick über die Themenschwerpunkte.
Oberstarzt und Klinischer Direktor Dr. Gerd-Dieter Willmund verantwortet als wissenschaftlicher Leiter das Berliner Psychotraumakolloquium 2026. Unter dem Leitgedanken „#MentalStark in der Zeitenwende – gemeinsam lernen, vernetzt handeln“ führt er durch ein Programm, das aktuelle Herausforderungen der psychotraumatologischen Versorgung, zivil-militärische Zusammenarbeit und interdisziplinären Austausch in den Mittelpunkt stellt. Er freut sich darauf, die Teilnehmenden in Berlin zu begrüßen und gemeinsam mit ihnen Perspektiven für eine vernetzte, praxisnahe und resiliente Versorgung zu diskutieren.
Sprecher
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Der Wehrbeauftragte wird als Hilfsorgan des Bundestages bei der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle der Streitkräfte berufen. Zu den Kernaufgaben gehört ferner, über die Wahrung der Grundrechte der Soldatinnen und Soldaten sowie über die Einhaltung der Grundsätze der Inneren Führung zu wachen. Als „Anwalt der Soldaten“ nimmt der Wehrbeauftragte eine besondere Stellung innerhalb des parlamentarischen Systems ein – dabei ist er weder Mitglied des Deutschen Bundestages noch Beamter.
Sprecher
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Leiter der Abteilung für psychologische Betreuung, Direktion für körperliche und psychische Gesundheit, Ministerium für Veteranenangelegenheiten der Ukraine
Oberst Farmahei ist seit seinem 18. Lebensjahr beim Militär tätig; seit 2014 im Kampfeinsatz und Veteran des Wehrdienstes; Doktor der Psychologischen Wissenschaften, Professor, klinischer Psychologe. Seine Forschungsschwerpunkte sind Psychodiagnostik, psychologisches Training für Einsätze unter besonderen und extremen Bedingungen sowie psychologische Beratung. Er ist Autor wissenschaftlicher Publikationen zur Diagnose von Persönlichkeitsakzentuierungen auf der Grundlage der Handschriftanalyse; psychologisches Training von Militärangehörigen für Kampfeinsätze; den Einsatz von Psychoregulationstechniken unter extremen Bedingungen; sowie den Einsatz von mentalen Psychotrainingsmethoden bei der Organisation und Durchführung von psychologischem Training für Einsätze unter extremen Bedingungen.
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Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundeswehr, zivilen Kliniken und Sanitätsdienst.
Moderation: Oberstarzt Dr. Gerd Willmund (Bundeswehrkrankenhaus Berlin)
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Leiter der GIZ Repräsentanz Berlin
Philipp Reder leitet die Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Berlin und arbeitet seit über 15 Jahren zu internationalen Krisen- und Konfliktkontexten. Mehrere Jahre war er in Afghanistan tätig, unter anderem im PRT Kundus, und arbeitete darüber hinaus zu unterschiedlichen Krisenregionen. In Berlin arbeitete er langjährig eng mit dem Auswärtigen Amt zusammen, zuletzt als Leiter der Stabilisation Plattform. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen das Zusammenspiel politischer Steuerung und operativer Umsetzung sowie die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure in Krisen- und Konfliktkontexten.
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Inga Niere, Projektleitung „Gender-responsive Ansätze für mentale Gesundheit und psychosoziale Unterstützung (MHPSS) in der Ukraine”, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Inga Niere ist Sozialwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Entwicklungspolitik. Seit vielen Jahren arbeitet sie an der Schnittstelle von internationaler Zusammenarbeit, Krisen- und Konfliktbearbeitung und psychosozialer Unterstützung. In leitenden Funktionen war sie unter anderem in Afghanistan, Irak und Jemen tätig. Heute liegt ihr besonderer Fokus auf der Frage, wie mentale Gesundheit und psychosoziale Unterstützung in Krisen- und Konfliktkontexten nachhaltig und gesellschaftlich verankert gestaltet werden können.
Sprecherin
Oksana Zbitnieva, Leiterin des Koordinationszentrums für Mentale Gesundheit beim Ministerkabinett der Ukraine
Oksana Zbitnieva hat einen Abschluss in Philologie und Politikwissenschaft. Sie ist Expertin für gesellschaftliche Transformation, strategische Kommunikation und politische Beratung. Sie ist Leiterin des Koordinationszentrums für Mentale Gesundheit beim Ministerkabinett der Ukraine sowie Leiterin der ukrainischen Nichtregierungsorganisation „Barrier-Free“. Zuvor hatte sie Führungspositionen in den Bereichen Medien, öffentlicher Sektor und Nichtregierungsorganisationen inne.
Sprecherin
Dr. Valentyna Mazhbits, PhD, Psychiaterin, Psychotherapeutin und Wissenschaftlerin im Arbeitsbereich Globale Mentale Gesundheit an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Ko-Koordinatorin des „SOLOMIYA“-Projekts
Valentyna Mazhbits hat in der Ukraine ihre Facharztausbildung in Psychiatrie absolviert. Zuletzt arbeitete sie als beratende Psychiaterin und Psychotherapeutin in großen privaten Kliniken in Kyjiw sowie mehr als fünf Jahre als Begleitärztin bei der International Organization for Migration (IOM). Aufgrund des Krieges kam sie nach Deutschland und ist seit Mitte 2022 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Charité und als Ko-Koordinatorin des SOLOMIYA-Projekts tätig.
Sprecherin
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Professorin für Klinische Psychologie und Traumatherapie an der Fakultät für Humanwissenschaften, Universität der Bundeswehr München
„Gruppen stärken mittels Fakten aus der Narrativen Expositionstherapie“
Der Vortrag gibt Einblick in wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Narrativen Expositionstherapie und deren Bedeutung für den Umgang mit traumatischen Erfahrungen. Im Fokus stehen mögliche Ressourcen, Schutzfaktoren und gruppenbezogene Perspektiven, die zur Stabilisierung und Stärkung von Betroffenen beitragen können.
Sprecherin
Professor für Sozial- und Technikethik, Leiter des AI Ethics Research Hub, Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr
„Künstliche Intelligenz im Militär in der ethischen Perspektive – Chance oder Bedrohung?“
Der Vortrag beleuchtet Künstliche Intelligenz im militärischen Kontext aus sozial- und technikethischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Verantwortung, Entscheidungsprozessen, Chancen und Risiken sowie den normativen Grenzen des Einsatzes KI-gestützter Systeme im sicherheits- und verteidigungspolitischen Umfeld.
Sprecher
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Psychosoziale Unterstützung in der Ukraine in Militär und Zivilgesellschaft von ukrainischen Projekten der GIZ und ukrainischen Partnern für Deutschland lernen.
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Alena Mehlau ( GIZ Libanon) / OFArzt Heinrich Rau, BwKrhs Berlin:
Alena Mehlau, Diplom-Psychologin, Co-Chair der GIZ Arbeitsgruppe zu Psychischer Gesundheit und Psychosozialer Unterstützung, Beraterin bei der GIZ Libanon
Alena Mehlau ist klinische Psychologin und traumafokussierte Therapeutin. Seit 2019 ist sie für die GIZ als Expertin für psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung (MHPSS) in verschiedenen Funktionen tätig, von der Beraterin bis zur Projektleitung. Ihre Arbeit im Sicherheitssektor begann 2013 mit einer Feldforschung zu Sicherheitssektorreformen in Westafrika im Auftrag der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. In ihrer anschließenden Tätigkeit als Traumareferentin für medica mondiale wirkte sie an Vorbereitungstrainings für UN-Missionen an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg mit, in denen es um Traumasensibilität und geschlechtsspezifische Gewalt ging. In ihrer aktuellen Funktion GIZ Projekt Rawabet im Libanon verantwortet sie unter anderem Maßnahmen der Kompetenzentwicklung für Einheiten der libanesischen Streitkräfte mit den Schwerpunkten psychologische Eignungsdiagnostik, Stressbewältigung und Traumasensibilität.
Moderatorin
Gründerin und Direktorin des Forest Glade Rehabilitationszentrums für Veteran*innen in der Ukraine
Kseniia Voznitsyna ist Neurologin. Sie hat ihr Studium an der Kharkiv State Medical University abgeschlossen. Sie ist eine führende Expertin bei der Entwicklung von Rehabilitationsangeboten im Bereich der psychischen Gesundheit für Veteran*innen in der Ukraine. Sie ist als Ausbilderin tätig und Autorin von Handbüchern und Publikationen zur Arbeit mit kriegsbedingten Traumata sowie zur Wiedereingliederung von Veteran*innen in die Gesellschaft. Ihr Fachgebiet liegt in der Erforschung und Behandlung des Postkommotionellen Syndroms.
Sprecherin
PhD, Psychologin, Psychotherapeutin (VT) und Expertin für traumasensible Ansätze (EMDR) und VR-gestützte Therapie
Olha Kukharukh hat in Psychologie promoviert, ist Psychotherapeutin und Expertin für traumainformierte Therapieansätze. Sie ist Autorin von Fortbildungsprogrammen zur psychosozialen Betreuung von Militärangehörigen, Veteran*innen und deren Familien (z. B. im Rahmen von Projekten für die Nichtregierungsorganisation „Yarmiz“) sowie Mitautorin von VR-gestützten Rehabilitationsprogrammen.
Sprechherin
PhD, MD, Leiter der psychologischen Abteilung des UNBROKEN Rehabilitationszentrums in der Ukraine, Leitender Psychiater am St. Leo the Great Mental Health Center
Oleh Bereziuk promovierte an der Lviv National Medical University. Er ist Leiter der psychologischen Abteilung des UNBROKEN Rehabilitationszentrums in der Ukraine und Leitender Psychiater am St. Leo the Great Mental Health Center. Außerdem ist er als Dozent an der Lviv National Medical University tätig. Darüber hinaus verfügt er über mehrjährige Berufserfahrung in der Stadtverwaltung von Lwiw und im ukrainischen Parlament.
Sprecher
Hochfrequentierte EMDR-Therapie im stationären Setting (1)
Erste Studien zur EMDR-Intensivtherapie weisen auf positive Effekte wie eine zeitnahen Symptomreduktion sowie einer geringen Abbruchrate während des Behandlungsprozesses hin. Im Rahmen des ersten Teils dieses Workshops werden der theoretische Hintergrund, die konkrete Umsetzung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg sowie unsere Erfahrungen aus dieser Arbeit vorgestellt werden. Hierbei wird sowohl auf EMDR in der Einzelsitzung als auch in der Gruppe eingegangen werden.
Oberregierungsrätin und Psychologische Psychotherapeutin (VT), Supervisorin und Selbsterfahrungsanleiterin (VT) gemäß PsychTh-APrV
Sprecherin
Oberregierungsrat und Psychologischer Psychotherapeut (VT), Supervisor und Selbsterfahrungsanleiter (VT) gemäß PsychTh-APrV
Sprecher
Das multimodale Behandlungskonzept der militärspezifischen Traumatherapie integriert modernen Methoden der Cognitive Processing Therapy (CPT) unter Berücksichtigung von Emotionsregulation und kognitiver Neubewertung. Gerade bei chronischen Verläufen sind komplexe Themen der Verbitterung, moralischen Entrüstung und dem gezielten Umgang mit Angst, Schuld und Scham als klassische Elemente herkömmlicher Traumabehandlung wichtig. Der Workshop lädt mit Übungen und Fallbeispielen ein, traumatisierte Soldatinnen und Soldaten in ihrer Komplexität der Emotionen und Kognitionen wahrzunehmen und diese entsprechend in die Prozessplanung der Therapie zu integrieren.
Regierungsdirektorin und leitende Klinische Psychologin Bundeswehrkrankenhaus Berlin
Sprecherin
Hochfrequentierte EMDR-Therapie in der Gruppe (G-TEP) im stationären Setting (3h)
Erste Studien zur EMDR-Intensivtherapie weisen auf positive Effekte wie eine zeitnahen Symptomreduktion sowie einer geringen Abbruchrate während des Behandlungsprozesses hin. Im Rahmen des ersten Teils dieses Workshops werden der theoretische Hintergrund, die konkrete Umsetzung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg sowie unsere Erfahrungen aus dieser Arbeit vorgestellt werden. Hierbei wird sowohl auf EMDR in der Einzelsitzung als auch in der Gruppe eingegangen werden.
Oberregierungsrätin und Psychologische Psychotherapeutin (VT), Supervisorin und Selbsterfahrungsanleiterin (VT) gemäß PsychTh-APrV
Sprecherin
Oberregierungsrat und Psychologischer Psychotherapeut (VT), Supervisor und Selbsterfahrungsanleiter (VT) gemäß PsychTh-APrV
Sprecher
Verstehen statt Eskalieren - Effekte psychoedukativer und kommunikativer Ansätze auf Partnerschaft und Interaktion – dargestellt am Beispiel eines Partnerschaftsseminars unter Einbezug von Angehörigen psychisch einsatzgeschädigter Soldatinnen und Soldaten
Regierungsamtsrätin und Sozialarbeiterin, Psychotraumazentrum BwKrhs Berlin
Sprecherin
Stabsarzt und Assistenzärztin in Weiterbildung (Psychiatrie) BwKrhs Berlin
Sprecherin
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Zukunftsforum KI, Ethik und digitale Therapieunterstützung
Chair: Prof. Schreiber, RDir Dr. Dr. Fischer:
Lesia Sak, PhD, MD, Psychiaterin und Psychotherapeutin, Außerordentliche Professorin an der Bogomolets National Medical University
Lesia Sak arbeitet als Psychiaterin am Institut für Traumatologie und Orthopädie der National Academy of Medical Sciences der Ukraine und betreut schwer verwundete ukrainische Soldat*innen. Der Schwerpunkt ihrer klinischen Arbeit liegt insbesondere auf PTBS und anderen psychiatrischen Symptomen, die im Zusammenhang mit schweren Polytraumen und wiederholten traumatischen Hirnverletzungen auftreten. Sie ist außerordentliche Professorin am Lehrstuhl für Medizinische Psychologie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Bogomolets National Medical University in Kyjiw. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen innovative Ansätze zur Traumabehandlung, wie die Virtual-Reality-gestützte Expositionspsychotherapie und multidisziplinäre Rehabilitationsprogramme für vom Krieg betroffene Zivilist*innen und Militärangehörige.
Sprecherin
Dr. Laura Golenia, Group Head of Research, Medical Quality and Innovation
Dr. Laura Golenia leitet die Abteilung Group Research, Medical Quality and Innovation bei der MEDIAN Group. Sie verantwortet das MEDIAN Group Lab, das als Inkubator für digitale Transformation und praxisnahe Innovation in der Versorgung wirkt, und treibt dort die Einführung neuer Technologien und Versorgungskonzepte voran. Sie studierte Bewegungswissenschaften und promovierte an der Universität Groningen in Kooperation mit der New York University.
Sprecherin
Daryna Taran, Psychologin, gemeinnützige Stiftung „Vesta“
Daryna Taran ist klinische Psychologin und arbeitet bei der ukrainischen gemeinnützigen Stiftung „Vesta“. Sie ist Spezialistin für die Bearbeitung traumatischer Erlebnisse. Sie arbeitet mit Erwachsenen und Jugendlichen, darunter auch mit Veteran*innen, Soldat*innen und deren Familienangehörigen. Ihre beruflichen Schwerpunkte liegen auf den psychologischen Folgen von Traumata, PTBS, komplexen Formen von Trauer und Verlust, Problemen der Emotionsregulation, zwischenmenschlichen Beziehungen. In ihrer Arbeit wendet sie EMDR, kognitiv-verhaltenstherapeutische, somatische und integrative Ansätze an.
Sprecherin
Im Kurs werden zunächst die wesentlichen Abläufe zur Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigungsfolge kurz vorgestellt.
Folgend wird durch Herrn RDir Collier die Ermittlung und Bewertung der möglichen Tatbestände zur Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung vorgestellt. Dabei wird der Schwerpunkt auf der Erörterung „wehrdiensteigentümlicher Verhältnisse“ liegen.
Im Anschluss wird Herr Oberstarzt Krause auf Besonderheiten der sozialmedizinischen Beurteilung psychischer Störungen im wehrpsychiatrischen Kontext eingehen (Latenz zwischen schädigender Einwirkung und Erstdiagnostik, Kausalitätsbeurteilung, Leidensbezeichnung, Beurteilung der Teilhabebeeinträchtigungen).
In einem letzten Abschnitt werden besondere Fragen an den Gutachter zu spezifischen Leistungserbringungen (u.a. soziale Teilhabe, Rehabilitationsbedarf) gemeinsam diskutiert.
Oberstarzt Krause ist stellvertretender Referatsleiter und psychiatrischer Prüfarzt des sozial- und versorgungsärztlichen Dienstes der Soldatenentschädigung im BAPersBw (VII 2.5).
Sprecher
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Kriegsgefangenschaft: Psychotraumatologische Langzeitfolgen, Resilienz und Versorgungsperspektiven – Betroffenbegegnung
Psychologin am UNBROKEN Rehabilitationszentrum und Kunsttherapeutin am St. Leo the Great Mental Health Center
Iryna Holubetska verfügt über einen MA in Psychologie von der Lviv Polytechnical National University. Sie ist Psychologin, Kunsttherapeutin und Psychotherapeutin in Ausbildung mit Erfahrung in der Arbeit mit militärischem Personal, Zivilist*innen und Überlenden von Kriegsgefangenschaft und Folter. Sie verfügt über Expertise im Bereich traumasensible Therapie mit einem Fokus auf Kunsttherapie.
Sprecherin
Aktives Mitglied der ukrainischen Streitkräfte, ehemaliger Kriegsgefangener
Andrii Herasymov kommt aus der Region Mykolajiw in der Ukraine. Nach Abschluss seines Studiums am Mykolaiv College of Musical Arts mit einer Spezialisierung auf Trompete diente er als Soldat und in der Militärkapelle der 36. Marinebrigade. Während der Verteidigung von Mariupol im Jahr 2022 geriet Andrii in russische Kriegsgefangenschaft und verbrachte dort drei Jahre und eine Woche, in denen er sowohl körperlicher als auch psychischer Misshandlung ausgesetzt war. Nach seiner Freilassung kehrte Andrii in die Ukraine zurück und nahm seinen Militärdienst wieder auf.
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Ehemaliges Mitglied der ukrainischen Streitkräfte, ehemaliger Kriegsgefangener
Yevhen Taranenko ist ein ehemaliges Mitglied der ukrainischen Streitkräfte. Nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft im Jahr 2024 wurde er im St.-Panteleimon-Krankenhaus in Lwiw behandelt, welches Teil des UNBROKEN-Netzwerks ist. Ein Teil seiner Rehabilitation erfolgte zudem im Lviv Habilitation Center HAB. Im Oktober 2025 wurde er aus dem Militärdienst entlassen.
Sprecher
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Präsentation des Innovationspreises
Vorstellung und Kick-off der Ausschreibung des Wissenschafts- und Innovationspreises „Psychosoziale Forschung & Anwendung“ des Arbeitskreises Psychosoziale Medizin und Netzwerke
Informeller Austausch & Soul, anschließend: get-together
Sprecher
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Der Vortrag gibt einen Einblick in die psychologische Betreuung von Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres im Kontext von Auslandsmissionen. Am Beispiel UNIFIL werden Strukturen, Maßnahmen und besondere Anforderungen der psychologischen Einsatzbegleitung vor, während und nach dem Einsatz dargestellt.
Die Auslandseinsatzbasis AUTINT in Götzendorf/Leitha des ÖBH ist für die Psychologische Betreuung aller Soldatinnen und Soldaten des ÖBH vor-, während und nach Auslandsmissionen zuständig. Dies beginnt mit einer auf den jeweiligen Einsatzraum abgestimmten psychologischen Einsatzvorbereitung (Familie, Stress, Kommunikation, Zusammenleben, Urlaub, Kameradschaft, Sport, Freizeitgestaltung, Hygiene, Gerüchte, sexuelle Belästigung, Mobbing etc.). Danach werden die Soldatinnen und Soldaten in den Einsatzräumen durch Psychologinnen und Psychologen begleitet und alle Soldatinnen und Soldaten haben ein persönliches abschließendes Psychologisches Abschlussgespräch nach dem Einsatz. Für den Einsatz bei UNIFIL wurden einige spezielle Auscheckerszenarien für die Heimkehrenden entworfen und umgesetzt (Psychoedukation, Stressfragebogen, persönliche Gespräche, etc.).
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Suizidversuche stellen den stärksten klinischen Risikofaktor für erneutes suizidales Verhalten dar. Obwohl die leitliniengerechte Behandlung psychischer Störungen eine zentrale Grundlage der Versorgung bildet, reicht sie häufig nicht aus, um das Risiko weiterer Suizidversuche nachhaltig zu reduzieren. Daher sind diagnoseübergreifende, suizidspezifische Therapieangebote erforderlich. Im Vortrag wird zunächst die Bedeutung suizidspezifischer Interventionen für Menschen nach einem Suizidversuch erläutert. Anschließend wird das psychotherapeutische Kurzzeitprogramm RISE vorgestellt, welches speziell für Personen nach einem Suizidversuch entwickelt und erprobt wurde. Ziel ist die Stärkung der Krisenkompetenz, um dadurch das zukünftige suizidale Verhalten zu reduzieren. Im Mittelpunkt des Vortrags steht das Forschungsprojekt PREVENTS, in dem das Umsetzungspotenzial und Wirksamkeit von RISE in der psychiatrischen Regelversorgung untersucht wird. Dabei wird einem RCT-Design geprüft, ob die Ergänzung der Standardbehandlung durch RISE dazu beitragen kann, das Risiko erneuten suizidalen Verhaltens zu verringern.
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Best-Practice aus Allgemeinmedizin und Rehabilitation
Auditorium): Symposium/Panel-Sitzung (Chair: OTA Dr. Emser).
Dr. Emser, der Leiter des Sanitätsunterstützungszentrums (SanUstgZ) Stetten am kalten Markt, hat ein Programm strukturiert, das sowohl präventive als auch therapeutische Modelle aus der militärpsychiatrischen Praxis vereint.
Oberstarzt und Leiter Sanitätsunterstützungszentrum Stetten am kalten Markt. Facharzt für Allgemeinmedizin, ZWB Manuelle Medizin u. Akupunktur
Sprecher
B. Modellprojekt und Resilienztraining
Hauptmann Scheidt wird in seinem Vortrag praxisnahe Konzepte zur Stärkung der seelischen Widerstandskraft von Soldatinnen und Soldaten präsentieren. Im Mittelpunkt steht dabei das Modellprojekt sowie das Resilienztraining aus Cochem.
C. EMDR in Verbindung mit Akupunktur
Dr. Jürgen Schottdorf ist Facharzt für Allgemeinmedizin und mit mehreren osteopathisch arbeitenden Therapeuten in einer Gemeinschaftspraxis in Friedberg, Bayern niedergelassen. Nach der Ausbildung in TCM bei der DÄGfA arbeite er sich in Japanische Akupunktur bei David Euler ein. Seit 2012 ist er als Kursassistent und Dozent für Akupunktur an der Harvard Medical School tätig und unterrichtet auch in Deutschland.
Dr. Schottdorf ergänzt das Panel um einen komplementärmedizinischen Ansatz in der Traumabehandlung. Er wird auf die Verbindung der etablierten EMDR-Technik (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) mit Methoden der Akupunktur eingehen.
D. Einblicke aus der Klinik VI am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz
Abgerundet wird das Panel durch einen Beitrag von Oberstarzt Dr. Ursula Simon, Klinische Direktorin Klinik VI am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. Sie wird gemeinsam mit Mitgliedern ihres Teams Einblicke in die Arbeit der Klinik VI in Koblenz geben.
Die Narrative Exposure Therapy (NET) erscheint als stabilisierendes, ressourcenorientiertes und einsatznahes Gruppenverfahren (NEtfacts) für die psychologische Akutversorgung nach Gefechtsbelastung geeignet. Die Methode verfolgt keinen traumakonfrontativen Ansatz, sondern zielt auf die kollektive Verarbeitung belastender Erlebnisse sowie die Stärkung der Gruppenkohäsion ab. In diesem Workshop sollen die Grundzüge der NETfacts dargelegt und an einem praktischen Beispiel in der Gruppe erarbeitet werden.
Oberregierungsrätin ist Wissenschaftlerin im Sanitätsdienst der Bundeswehr und Psychologische Psychotherapeutin, Klinische Psychologie Bundeswehrkrankenhaus Berlin
Sprecherin
Der Workshop gibt einen praxisnahen Einblick in innovative Ansätze der Fachpflege zur unterstützenden Begleitung von Patient:innen. Im Mittelpunkt stehen ergänzende Verfahren wie NADA-Akupunktur, Entspannungsverfahren und Aromapflege, die im klinischen Alltag zur Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und Förderung des Wohlbefindens eingesetzt werden können. Ziel ist es, Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen und praktische Erfahrungen dieser pflegerischen Interventionen vorzustellen und gemeinsam zu reflektieren.
Fachpflegekraft und Leitung der psychiatrischen Pflege Bundeswehrkrankenhaus Berlin
Sprecher
Oberstabsfeldwebel und Fachpflegekraft Psychiatrie, stellv. Stationsleitung Bundeswehrkrankenhaus Berlin
Sprecherin
Stabsfeldwebel und Fachpflegekraft Psychiatrie Bundeswehrkrankenhaus Berlin
Sprecherin
Der Workshop beleuchtet zentrale Fragen der Psychopharmakotherapie und relevanter Arzneimittelinteraktionen in der psychiatrischen Versorgung. Im Fokus stehen verschiedene psychiatrische Erkrankungen und klinische Behandlungskontexte, einschließlich besonderer Anforderungen bei Soldat:innen und Einsatzkräften. Neben fachlichem Input bietet der Workshop Raum für praxisnahe Fragestellungen und interdisziplinären Austausch.
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